Album der Woche: Sébastien Tellier
Sébastien Telliers Musik sollte eigentlich als Religion gelten. Spätestens mit seinem vierten Studioalbum «My God Is Blue» wird klar, der Typ hat entweder ziemlich einen an der Waffel, oder er ist ein musikalisches Genie.
In Interviews will Sébastien Tellier als «Mutter» angesprochen werden oder ruft zum Sex mit Schimpansen auf. Zudem spielt er sich gerne als Esoterik-Guru auf und zelebriert einen exzessiven Lebenstil mit offener und befreiter Sexualität. Und genau so tönt seit eh und je seine Musik: nach 100% Porno.
Mit zarten vierzehn Jahren hat Sébastien Tellier zum ersten Mal einen Porno geschaut. Den gezeigten Akt fand er damals noch grässlich, die sanfte, simple Musik mit den eingängigen Bass-Lines faszinierte ihn aber. So ist er zur sexuell aufgeladenen Musik gestossen.
Auf seinem vierten Album mischt er gekonnt elektronische Beats mit verspielten Synthies und klassischen Gitarren-Klängen. Mal singt er auf englisch, mal auf französisch. Sehenswert (und auch äusserst aufschlussreich): seine Videos zu den Tracks «Pépito Bleu» und «Cochon Ville».
Seine Platte erscheint perfekt terminiert zum erwachenden Frühling und den damit pulsierenden Hormonen. «Sex sells» heisst es bekanntlich und das hat sich bei Sébastien Tellier mittlerweile als sein Marketing-Ding etabliert.
«My God Is Blue» heisst die vierte Platte von Sébastien Tellier und ist unser Album der Woche. Wie gefällt dir unser Album der Woche? Vergib ihm unten Sterne. (27.04.2012)
Sternenteilchen (Gast)
Eroticchill
Gute Scheibe, das ist bestimmt der soundtrack in seinem āśrama. ;-)