Neue Musik

Jede Woche serviert dir die DRS Virus Musikredaktion die Songs, die neu auf DRS Virus laufen: Leckerbissen aus allen Geschmacksrichtungen der Musik!

The Rodeo - «On The Radio»

The Rodeo, das klingt nach der endlosen Weite staubiger Steppen, nach hemdsärmeliger Cowboy-Romantik und wilden Bullen. Doch das gleichnamige Trio stammt keineswegs aus dem Mittleren Westen der USA, sondern – man höre und staune - aus Frankreich. Seit sie mit 15 Jahren auf dem Dachboden ihres Onkels fand, ist Sängerin Dorothée fasziniert vom urchigen Klang des amerikanischen Folks. Und diese Begeisterung wirkt ansteckend: Denn so charmant wie die Chanteuse über ihre Akkorde säuselt, wird man sie und ihre zwei Begleiter noch oft «On The Radio» hören.

Gorillaz - «Stylo»

Als eines der prägendsten Musikprojekte der Nullerjahre gingen die Gorillaz in die Geschichte ein – Schliesslich handelt es sich bei den vier Comicfiguren um die erste durch und durch virtuelle Band überhaupt. Nun hauchen Ex-Blur-Frontmann Damon Albarn und Comiczeichner Jamie Hewlett ihren fiktiven Zöglingen neues Leben ein. Die Single «Stylo» überrascht mit schweren Synthie-Riffs und einem dunklen Disco-Beat, der klingen soll wie «der Saturday Night Fever-Soundtrack auf MDMA». Die Vocals stammen von niemand geringerem als Soullegende Bobby Womack und Rap-Ikone Mos Def – So macht das Wiedersehen Freude.

Gil Scott Heron - «Me And The Devil»

Wenn Gil Scott-Heron vom Teufel spricht, redet er aus Erfahrung: Schliesslich hätte seine langjährige Kokain-Abhängigkeit den genialen Spoken-Word-Poeten aus Chicago beinahe die Karriere gekostet. Nun kehrt die lebende Legende nach 13 langen Jahren endlich aus der Knasthölle ins Musikbusiness zurück. Das erste Lebenszeichen des 60jährigen lässt aufhorchen: Denn auf «Me And The Devil» liefert der Grossvater des Raps eine eindrückliche Abrechnung mit seinen inneren Dämonen, die unter die Haut geht.

One Eskimo - «Kandi»

Kann ein kleiner Eskimo ganz alleine ein so zauberhaftes Lied schreiben? Natürlich nicht – Denn hinter One Eskimo steckt ein alter Hase. Der britische Sänger Kristian Leontiou feierte bereits als Solokünstler Erfolge, bevor er seine vierköpfige Band One Eskimo ins Leben rief. Nun kreiert das Londoner Quartett magische akustische Songperlen wie «Kandi», die glitzern wie Eiskristalle und einem trotz der Winterkälte das Herz wärmen.

Massive Attack feat. Horace Andy – «Girl I love You» (She is Danger Remix)

Es könnte das Comeback des Jahres werden: Sieben Jahre nach dem durchzogenen «100th Window» veröffentlichen Massive Attack endlich wieder neues Material. Als Vorgeschmack auf ihr Album «Heligoland» servieren die Trip-Hop-Ikonen aus Bristol «Girl I Love You» – und beweisen, dass sie zurück zur alten Form gefunden haben. Der stilbildende Wummer-Bass und Horace Andy’s dubbiges Vibrato erscheinen neu im schicken House-Kleid, das sowohl auf den Dancefloor wie auch ins heimische Schlafzimmer passt wie angegossen.

C-Mon - «Weekend Without Make-Up»

Als heissester weiblicher Rap-Export wurde C-Mone bereits betitelt. Doch Simone Buchanan aus dem Norden Englands ist keineswegs ein handelsübliches R’n’B-Püppchen, im Gegenteil: Die wortgewandte Britin rappte bereits auf The Streets’ Album «A Grand Don’t Come For Free» und bewies im Duett mit Mike Skinner, dass sie den Vergleich mit dem genialen Lyriker keineswegs scheuen muss. «Weekend Without Make-Up» klingt denn auch wie die längst fällige weibliche Antwort auf den Alltagspoeten Skinner: Eine ungeschminkte Ballade über einsame Nächte und die Tristesse am Morgen danach. (01.02.2010)

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