Indiepop meets Superproducer
Es war einmal am Roskilde Festival in Dänemark. Danger Mouse und James Mercer lernen sich kennen und beschliessen bald darauf, ein gemeinsames Projekt aus dem Boden zu stampfen: Broken Bells
«Wir hatten beide keine Lust mehr, an unseren jeweiligen Projekten zu arbeiten. Wir machten immer und immer wieder dasselbe,» erklärt James Mercer in einem Interview. Kurz darauf hat er sein Projekt The Shins auf Eis gelegt und mit Danger Mouse einige Songs geschrieben.
Dieser wiederum hatte es satt, immer nur als Produzent zu fungieren (zum Beispiel für Gorillaz oder Beck): «Ich kann mir eine Rückkehr auf den Produzentensessel im Moment überhaupt nicht vorstellen.» Darum freut sich Danger Mouse extrem auf die kommenden Konzerte von Broken Bells. Auf der Bühne wird er hauptsächlich hinter dem Schlagzeug Platz nehmen.
Die Einflüsse dieser beiden Musiker sind auf dem Album förmlich zu spüren. Der Mix aus Indiepop, Funk, Soul und HipHop gelingt den Beiden. Es wird viel experimentiert und ausprobiert, dennoch könnte man über das Album enttäuscht sein. Grosser Minuspunkt nämlich: Die 10 Songs auf dem gleichnamigen Debut unterscheiden sich zum Teil nur minim von einander.
Der Song «The High Road» ist definitv ein Ohrwurm und einer der schönsten Songs, die bisher in diesem Jahr erschienen sind. Und doch ist er ganz einfach aufgebaut. So einfach, dass man auf YouTube viele Videos findet von Menschen, die den Song covern. Das Virus-Team hat den Selbstversuch gewagt und «The High Road» auch interpretiert. Hör ihn dir hier an.
Noch keine Kommentare
Schreibe hier einen neuen Kommentar: