Zucker für dein Trommelfell
Jede Woche serviert dir die DRS Virus Musikredaktion die Songs, die neu auf DRS Virus laufen: Leckerbissen aus allen Geschmacksrichtungen der Musik!
Ty feat. Sarina Leah & Shaun Escoffery – Emotions
In England geniesst Ty schon seit Jahren grossen Respekt und wird oft in einem Atemzug mit Rap-Legende Roots Manuva genannt. Kein Wunder, hat der Londoner mit nigerianischen Wurzeln doch einen unnachahmlich geschmeidigen Flow und besticht mit tiefgründigen Lyrics. Hierzulande kennt man den Conscious-Rapper noch kaum – Ein Missstand, der in Bälde behoben werden dürfte: Denn mit «Emotions», der Vorabsingle für sein viertes Album «Special Kind of Fool», wird der King of Cool auch die Schweizer Rap-Community begeistern. Über einem blubbernden Fundament von pumpenden Beats und sanften R’n’B-Vocals breitet Ty hier entspannt seine Weisheiten aus. Ein Track, der auf der Tanzfläche zum Slow Jam einlädt, aber auch beim Chillen auf dem heimischen Sofa bestens funktioniert. Tipp: Kopfhörer montieren, zurücklehnen und geniessen.
Kelis – Acapella
David Guetta ist in amerikanische HipHop-Kreisen zurzeit der Mann der Stunde. Nach Kollaborationen mit Akon, den Black Eyed Peas und Kid Cudi zeichnet sich der Pariser House-Produzent auch für die neue Single von R’n’B-Diva Kelis verantwortlich. Im Unterschied zu seinen letzten, teils arg kommerziell geratenen Tracks bleibt hier die geschmackvolle Handschrift von Kelis allerdings jederzeit erkennbar: Deren unterkühlte Stimme schwingt sich auf «Acapella» zu sphärischen Höhen empor und erinnert dabei an die alten Disco-Klassiker von Donna Summer. Der Kontrast zwischen den vielschichtigen, übereinander gelegten Vocal-Spuren und dem hämmernden Electro-House-Beat macht «Acapella» zu einem hypnotischen Clubtrack mit hohem Wiedererkennungsfaktor, der uns noch bis weit in den Sommer hinein begleiten dürfte.
Friendly Fires – Hold On
Es geschah in der Nachmittagssonne des prächtigen «Calvi on the Rocks »-Festival, am Strand von Korsika: Im trunkenen Taumel versprachen sich das englische Dance-Punk-Trio Friendly Fires und das New Yorker Electro-Duo Holy Ghost! damals, nach der Rückkehr gegenseitig einen Song zu covern und auf einer gemeinsamen Single zu veröffentlichen. «Anders als die meisten Schnapsideen reifte das Konzept aber tatsächlich heran und trägt nun Früchte», schreiben Friendly Fires auf ihrer Homepage. Zum Glück! Denn entstanden ist eine schwelgerische Hymne, welche die umnebelte Euphorie ihres Zusammentreffens perfekt einfängt: Da tröpfeln die Gitarrenläufe wie Nektar vom Himmel und treffen auf sanfte Synthiewogen, die den Hörer entrückt vom nächsten Strandurlaub träumen lassen.
Nom de Guerre – Run Run Run
Mit Power Pop ist es ja so eine Sache: Eigentlich gilt die Bezeichnung den meisten Musikliebhabern in erster Linie als Schimpfwort. Was die wenigsten zugeben: Power Pop kann verdammt viel Spass machen, weil er dazu einlädt, wild in der Wohnung herumzutanzen, und dabei den Winter aus Glieder und Haaren zu schütteln. Genau dafür ist «Run Run Run» bestens geeignet. Hinter diesem satten Stück Lebensfreude mit hohem Glam-Faktor steckt das Stockholmer Trio Nom de Guerre. Deren fesche Schnauzer und Bad-Taste-70er Anzüge sind ganz und gar nicht peinlich, sondern verdammt cool. Prätentiöser Indie Rock war gestern, Power Pop ist zurück.
Goldfrapp - «Head first»
Das englische Duo Goldfrapp galt um die Jahrtausendwende als der «next level shit». Heute, zehn Jahre später kann man nicht mehr wirklich von Innovation reden. Allerdings machen sie auf ihrem fünften Album «Head first» auch nichts falsch. Goldfrapp liefert ein christallklares und perfekt geschliffenes Pop-Album mit einer ordentlichen Portion 80s. Das Ganze wird in 30 Minuten auf neun Tracks komprimiert. Kurz: Für alle Electropop-Fans ein Must Have!
Hol dir alle Songs, die neu auf DRS Virus laufen in voller Länge für deinen mp3-Player als Podcast. (19.03.2010)
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