Neu im Plattenladen: Wohlfühlmusik aus Big Apple
Bei Chopin, Mozart und Klavier denkt man erst nicht an die Songwriterin Regina Spektor. Doch genau dort liegen ihre Wurzeln, die sie gekonnt in Indie-Popsongs verpackt. Nach zwei Jahren meldet sie sich einem neuen Album zurück.
Als die charismatische Sängerin mit russischen Wurzeln mit neun Jahren in New York ankommt, pocht ihr Herz noch für klassische Musik, obwohl ihr Vater sie schon in Moskau mit Pop und Rock von The Beatles, Queen und den Beach Boys vertraut machte. Sie rümpft die Nase als sie zum ersten Mal Punk und Hip Hop in New York hört. Ob dies wohl einen Einfluss darauf hatte, dass ihre ersten englischen Worte «Sneakers» und «Garbage» waren?
Trotz den neuen musikalischen Eindrücken, verfolgt die junge Spektor ihre Vorliebe für klassische Musik und übt sich auf einem verstimmten Klavier in einer örtlichen Synagoge. Mit selbst komponierten Songs zieht sie nach ihrem Musik-Studium von Bar zu Bar, um ihre Gehversuche im Jazz live zu performen. Durch ihre musikalische Eigenwilligkeit singt sie sich schnell in die Herzen einer eingeschworenen Fangemeinde. Ihre Reise als internationale Künstlerin beginnt, als der Strokes Produzent auf die junge Individualistin mit der eigenwilligen Stimme aufmerksam wird und sie unter seine Fittiche nimmt.
Auch wenn es nicht ihr eigentlicher Plan war, uns freut es, dass aus der Konzerpianistin eine Künstlerin hervorgegangen ist, die es immer wieder schafft, Genre-Grenzen zu überschreiten.
Regina Spektor's neues Album «What We Saw From The Cheap Seats» erscheint diesen Freitag. Diese Woche erscheinen ausserdem die Alben von Edward Sharpe & The Magnetic Zeros, Sigur Rós, Spring Leads You Home Tonight und The Dentals. Klicke auf den roten Pfeil und erfahre mehr.
(24.05.2012)