Neuer Sound auf DRS Virus

LoWood - «Crush»

«Life was flashing by», seufzen Therese Johannson und Kicki Halmos auf «Crash» derart herzzerreissend, als wäre ihr Leben bereits am Ende. Kopf hoch, Mädels, möchte man den beiden Schwedinnen am liebsten beruhigend zuflüstern: Denn so gekonnt, wie die zwei stadiontaugliche Rockrefrains à la Coldplay mit elektronisch angehauchtem Dream Pop à la Stina Nordenstam verbinden, steht der grosse Durchbruch des Duos erst bevor.

Two Door Cinema Club - «Undercover Martyn»

So sonnig wie die drei Jungs von Two Door Cinema Club klingen, würde man ihre Wurzeln kaum im verregneten Nordirland vermuten. Eher erinnert ihr Indie-Pop an Kritikerlieblinge wie The Whitest Boy Alive oder die charmante französische Kapelle Phoenix. So wundert es auch nicht, dass das Pariser Electronica-Label Kitsuné sich die Rechte an ihrem Debütalbum sicherte, das im März in die Läden kommt. Bis dahin lässt es sich fröhlich fingerschnippend zum Kastagnettenbeat der Single «Undercover Martyn» auf den Frühling warten.

Erykah Badu feat. Lil Wayne & Bilal - «Jump In The Air»

Die Königin des Neo Soul kehrt ins Rampenlicht zurück – und präsentiert sich in einem völlig ungewohnten Klang-Kleid: Anstelle der bisher meist sparsamen Instrumentierung ihrer Songs dominieren auf «Jump In The Air» elektronische Samples, Synthie-Fanfaren und eine schwere Hip-Hop-Bassline. Lil Wayne und Bilal steuern als Gast-MCs ihr Scherflein dazu bei, den Track zum Club-Heuler zu machen. Über allem thront aber das einzigartige Timbre der Diva. Gratulation, Mrs Badu, steht Ihnen gut, das neue musikalische Gewand!

Mumford and Sons - «The Cave»

Sie waren die grossen Abräumer des letztjährigen Glastonbury-Festival: Mumford & Sons, deren Debüt Sigh No More sich in England seither bereits 200’000 Mal verkaufte. Überraschend, den das Londoner Quartett schert sich keinen Deut um den typischen Klang trendiger Indiemucke, sondern spielt lieber zeitlose englische Folk-Balladen im Stile von Noah & The Whale oder Johnny Flynn. So auch auf «The Cave», wo mit dem Banjo gar ein denkbar altbackenes Instrument aus der Mottenkiste geholt und für die Generation 2.0 fit gemacht wird.

Ellie Goulding - «Starry Eyed»

Würde man Kate Bushs Stimme durch den Vocoder jagen und auf Clubtauglichkeit trimmen, wäre «Starry Eyed» das Resultat: Ein zauberhaftes Stück Folk-Pop für den Dancefloor. Hinter der Hitsingle steckt allerdings die erst 23jährige Londoner Singer/Songwriterin Ellie Goulding, die mit ihrer Elfenstimme so mädchenhaft über Dubstep- und Electrobeats trällert, dass die Labelbosse bereits bei ihr Schlange stehen und Folktronica als der neueste Schrei im Musikbusiness gehandelt wird.

Mediabox

Blättern

Now 360° Musik

17.15 -19 Uhr Best Of!!
Mit live Konzerten von Groove Armada (Gurten) oder 2Many Dj's (St. Gallen).
19-20 Uhr: 360° Musik Drum'n'Bass Night. Live im Studio Dayni aus Luzern.