Songs der Woche
Neue Musik gibt's zuerst bei SRF Virus. Diese Tracks legen wir dir besonders ans Ohr. Auch in voller Länge als Podcast.
Neue Musik gibt's zuerst bei SRF Virus. Diese Tracks legen wir dir besonders ans Ohr. Auch in voller Länge als Podcast.
Von Days We Are Even könnten sich die Staatschefs und -chefinnen am G8 eine zünftige Scheibe abschneiden: Das Trio veranschaulicht nämlich eindrücklich, wie internationale Zusammenarbeit funktioniert. Ihre Basis haben die Jungs zwar in Zürich, ihre Wurzeln liegen aber auch in Deutschland und Brasilien. Und das Weltenbürgertum hört man der Musik von Days We Are Even auch an. Das Debutalbum Himalaya ist ein feines Stück fadengrader Rock (oder gemäss der Band selber: Modern Metal) mit höchst internationaler Anmutung. Und der Song «Missunderstood» ist die Essenz dieser Scheibe. (18.06.2013)
Beim Namen «Kassel» fällt den meisten wohl nur eines ein: Mmmmhmmmm fein! Schinken! Dabei hat die Stadt im Zentrum Deutschlands einiges mehr zu bieten als Schweinefleisch. Zum Beispiel die Musik von Milky Chance: Der gebürtige Kasseler macht ehrliche Popmusik mit Reggae und Elektronika-Elementen, will seinen richtigen Namen nicht verraten und hört selber so wenig Musik wie möglich, um seinen Stil nicht zu korrumpieren.
Vor so viel Eigenständigkeit ziehen wir den Hut: Die Nummer «Flashed Junk Mind» vom Debut Sadnecessary läuft ab sofort bei SRF Virus im Programm.
(18.06.2013)
Was fuer eine Wohltat! In Zeiten von Halligalli-Beats tut eine Rückbesinnung auf die Wurzeln des HipHops gut. «Jazz auf Gleich» vom Wiesbadner Rapper Eloquent und dem Beatproduzenten Wun Two lässt die 1990er Jahre wieder aufleben und ehrt den Jazz als Inspirationsquelle. Luftige Samples und entspannte Drums lassen an den Detroiter Kultproduzenten J Dilla denken, Eloquent droppt Namen von Vorbildern wie John Coltrane und Thelonius Monk. «Jazz auf Gleich» findet sich auf dem gleichnamigen Album, das beim kleinen Mainzner Label Sichtexot erschienen ist. Dass Wun Two einen guten Musikgeschmack hat, beweist er hier mit einer empfehlenswerten Aufzählung seiner 10 Lieblingssongs.
Man sagt, die Wiener hätten einen ganz eigenen Humor. Mile Me Deaf bestätigen dieses Klischee: was sich im Internet über die vierköpfige Band aus der österreichischen Hauptstadt finden lässt, ist beste Unterhaltung. Die Tourfotos und Videoclips der Band rund um Mastermind Wolfgang Moestl stecken voller Schabernack. Ihre ernsthafte Seite leben Mile Me Deaf in ihrer Musik aus: die aktuelle Single «Brando» ist ein entspannter, fast schon nachdenklicher Indierocksong. Die EP dazu erscheint am 21. Juni. Aber natürlich fehlt auch hier das Augenzwinkern nicht. Das liebevoll gemachte Video erzählt mit Handpuppen die Geschichte eines Kleinstädters, der erst zum Rockstar aufsteigt und dann wieder alles verliert. Unwiderstehlich!
Hol dir alle Songs der Woche hier im Podcast.
(11.06.2013)
Der Track «Conversations» von Fyfe ist irritierend - auf eine gute Art. Der 23-jährige Londoner macht Musik, die wir nicht schon tausend Mal gehört haben. Auf «Conversations» singt er mit hoher Stimme über rumpelnde Elektrobeats. Dieses Zusammenspiel macht nur im ersten Moment keinen Sinn. Schon bald entfalten sich Harmonie und Schönheit. Kaum zu glauben, dass Paul Dixon - der Mann hinter Fyfe - von einem Major Label fallengelassen wurde, als er noch unter dem Namen David's Lyre unterwegs war. Fyfe jedenfalls wird von der Internetgemeinde heiss geliebt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Majors ihn anbetteln, sein Debut veröffentlichen zu dürfen.
Hol dir alle Songs der Woche hier im Podcast.
(11.06.2013)