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Filmexperte Jérôme Brunner weiss, für welche Filme es sich lohnt ins Kino zu gehen.

Film der Woche: Headhunters

Roger Brown lebt total über seinen Verhältnissen: Sein Haus, sein Auto, seinen ganzen Lebensstil, kann er sich eigentlich gar nicht leisten. Doch Roger hat ein lukratives Hobby, mit dem er sich über Wasser hält...

Hauptberuflich vermittelt Roger als Headhunter Topjobs. Das ist alles andere als schlecht bezahlt, doch für Rogers ausschweifendes Leben reicht es nicht. Deshalb stiehlt er nebenbei wertvolle Gemälde, vorwiegend von seinen gut betuchten Klienten, über welche er ja eh alles wissen muss. Als er die Möglichkeit für den Diebstahl sieht, der alle seine Sorgen lösen würde, läuft alles schief - und der Headhunter wird plötzlich selber zum Gejagten.

Bestseller als Vorlage
Der norwegische Film «Headhunters» basiert auf dem gleichnamigen Bestseller-Buch des norwegischen Autors Jo Nesbø. Der Bestseller ging weltweit mehrere Millionen Mal über den Ladentisch. Kein Wunder also, wird das Buch als Norwegens «The Girl with the Dragon Tattoo» beworben. Noch weniger verwunderlich, dass so schnell wie möglich eine Verfilmung in Angriff genommen wurde, nachdem dies bei den Schweden so gut gelungen ist.

Wirres Konzept
Inhaltlich hat der Film jedoch nichts mit dem schwedischen Beststeller am Hut: «Headhunters» schafft es nicht, eine einlullende Thriller-Atmosphäre zu erschaffen, die humoreske Erzählung des Filmes zerstört dies immer wieder. Ein Film der ohne Gesamt-Konzept zwischen lustig und bedrohlich hin und her switcht, was für mich verwirrend war.

Der norwegische Thriller konnte mich nicht überzeugen. Die Geschichte ist zu wenig kompakt und ohne Konzept, weshalb mein Interesse von Beginn weg relativ gering war. Trotz einiger durchaus spannender Momente, kein Film den man gesehen haben muss. Von mir gibt's 2.5 von 5 Punkten.
«Headhunters» startet am 16. Februar im Kino Rex in Bern, im Capitol in Basel, im Scala in St. Gallen, im Metropol in Zürich und in weiteren Städten. (14.02.2012)


1 Kommentar

Literaturgestöber (Gast)

15 Mittwoch Februar 2012 10:40

Jo

Die Bio von Jo ist auch spannend: "Er arbeitete nach einem Wirtschaftsstudium zunächst als Börsenmakler und baute sich nebenbei eine Karriere als Musiker auf. Erst eine Auszeit brachte ihn auf die Idee, Krimis zu schreiben. Bereits sein Erstling, "Der Fledermausmann" (1997), wurde ein Bestseller und "Rotkehlchen" (2000) sogar zum besten norwegischen Krimi aller Zeiten gewählt."

Wenn schon nicht der Film, so ist der Autor und die Bücher ein guter Tip. Merci!

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