Robin Rehmann

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Er schreit gern ins Mikrofon, nennt sein Publikum «Affen». Ist sonst aber ein ganz Netter.

Im freien Fall

Überfordert vom Leben, seinen pubertierenden Kindern und seiner vernachlässigten Frau begeht Alfi Seliger einen verzweifelten Selbstmordversuch. Nicht einmal das funktioniert. Dies die grobe Geschichte von Dani Levys neustem Film «Das Leben ist zu lang».

Alfi Seliger ist ein Regisseur in der Krise, eine strubbelige Verlierer-Figur, wie aus den Woody-Allen-Katalog bestellt. Seine Frau betrügt ihn, seine Kinder strafen ihn mit Verachtung und das neue Filmvorhaben liegt seit Jahren auf Eis. Eine Veräppelung der Mohamed-Karrikaturen soll sein neustes Werk werden. Natürlich will sich kein Investor auf die Äste rauslassen und ein solches Projekt finanzieren.

Der ganze Film fängt als Komödie an und endet irgendwie als riesen wirrwarr. Trotz hochkarätigem Starangebot schafft es der Basler Regiesseur Daniel Levy nicht ganz, die Ironie des Films durchzuziehen. «Ich dachte wirklich manchmach, ich sitze im falschen Film» sagt DRS Virus-Redaktor Matthias Püntener.

Irgendwann dreht «Das Leben ist zu lang» nur noch im Leeren. Denn statt dem selbstgefälligen Schein umbarmherzig den Spiegel vorzuhalten, wirkt Levys immerwährender Selbstbezug am Ende etwas ermüdend.

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Trailer (02.09.2010)


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