Doctor, it Hurts!
Es ist Dezember, es ist kalt und so schön die Weihnachtszeit auch sein mag, sie hat auch Schattenseiten. Menschen werden krank und haben Schmerzen, zum Beispiel. Höchste Zeit also, etwas dagegen zu unternehmen. Mit Live-Musik.
Theo Hutchcraft und Adam Anderson kommen aus Manchester, wo das Wetter oftmals noch unfreundlicher ist als hier in der Schweiz. Vielleicht nennen sich die Beiden darum "Hurts", was ins Deutsche übersetzt in etwa so viel bedeutet wie "es schmerzt". Und vielleicht klingt ihre Musik darum so melancholisch. Vielleicht aber auch nicht.
Mit dem Titel ihres ersten Albums geben die Jungs aus Manchester Gegensteuer zu dem leicht depressiven Image, das ihnen anhaftet: "Happiness" heisst die Scheibe und ist gespickt voll mit Songs, die sich beim ersten Mal hören schwer und dunkel auf den Gehörgang legen. Bei näherer Betrachtung (oder Behörung, in diesem Fall) erscheint die Musik von "Hurts" dann aber plötzlich nicht mehr traurig: Sanfte eingängige Melodien paaren sich da mit schweren Synthies. Und glasiert wird das Ganze mit herrlich süss-sauren Texten über das Leben und die Liebe.
Perfekte Musik, um die Schönheit im Hässlichen zu sehen. Oder anders: Das Warme und Schöne im kalten 12ten Monat des Jahres, findet Rosanna Grüter. Und spielt diesen Donnerstag "Hurts" live. Ein ganzes Live-Konzert der Männer mit der Pomade im Haar gibts bei 360 Grad Musik, diesen Donnerstag 19-20 Uhr auf DRS Virus.
(16.12.2010)
♥ Downloadtipps ♥
♥ Jesca Hoop: «Born to»
♥ The Afghan Whigs: «See & Don't See»
♥ Mr Ms: «Hurricane»
♥ Round Table Knights: Seit heute erhältlich - der neueste DRS Virus-Minimix des Berner DJ-Duos
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